Von Mr. Holmes zu Sherlock – Mattias Boström

Von Mr. Holmes zu Sherlock – Mattias Boström

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Das Buch

  • ist bei btb erschienen
  • hat 555 Seiten (ohne Danksagung, Stichwort- und Quellenverzeichnis)
  • kostet als Taschenbuch 14,99€
  • trägt den Untertitel „Meisterdetektiv, Mythos, Medienstar“

Der Klappentext

Die unglaubliche Karriere des Sherlock Holmes. Sie begann in November 1887 als Titelgeschichte eines englischen Weihnachtsmagazins. Mehr als 125 Jahre später ist er eine der größten literarischen Figuren aller Zeiten, und ein Ende seiner Erfolgsgeschichte ist nicht absehbar. Was fesselt Millionen stets von Neuem? Und wer ist sein reales Vorbild? Mattias Boström, einer der führenden Sherlock-Holmes-Experten, begibt sich in diesem aufwändig recherchierten Buch auf Spurensuche, um das Geheimnis des Mannes, der nie lebte und niemals sterben wird, aufzudecken. 

Äußerlichkeiten

Die Covergestaltung gefällt mir sehr gut. Man sieht das alte Bild von Mr. Holmes, mit Deerstalker und Pfeife und aber auch den modernen Sherlock, dargestellt durch Benedict Cumberbatchs markantes Profil. Es spricht sowohl junge als auch ältere Holmes-Enthusiasten an. Der Untertitel „Meisterdetektiv, Mythos, Medienstar“ weist auf den Inhalt des Buchs hin und weckt Interesse. Einen Kritikpunkt habe ich allerdings. Der Buchrücken ist nicht sonderlich stark und knickt deshalb ziemlich schnell, vor allem da das Buch mit mehr als 500 Seiten sehr dick ist. Das weiße Cover ist außerdem anfällig für Flecken. Aber das ist eher nebensächlich. Gut gefallen mir die Bilder von wichtigen Persönlichkeiten rund um Sherlock und seine Verkörperung. Diese kann man aber erst nach der Lektüre wirklich zuordnen, da viele einigermaßen unbekannt sind (jedenfalls bei Normalbürgern).

Erklärungen und Verständlichkeit

Das Buch ist sehr gut geschrieben. Vor allem die Abschnitte rund um Sir Arthur Conan Doyle und die aktuellen Filme und Serien haben mir gut gefallen. Mattias Boström versteht es, dem Leser kleine Fakten näherzubringen. So zum Beispiel, dass eigentlich der falsche Illustrator für die ersten Ausgaben zeichnete, da auf dem Auftragsumschlag nur Mr. Paget stand, aber beide Paget-Brüder Illustrator waren. Conan Doyle wird als Mensch beleuchtet, nicht nur als Autor von Sherlock Holmes. Besonders hebt Boström auch hervor, dass Holmes nur ein „Zeitvertreib“ war, Conan Doyle auch andere Werke schrieb, die ihm viel besser gefielen.

Etwas zäh wird es nur im Mittelteil, da hier zu viele Personen auftauchen und vor allem die Copyright- und Filmrechtstreits schwierig zu verstehen sind.

Gesamteindruck

„Von Mr. Holmes zu Sherlock“ ist ein wunderbares Buch von einem Sherlockianer für Interessierte in der ganzen Welt. Bald erscheint übrigens auch die englische Übersetzung.

Das Buch liest sich sehr gut und ist eine außergewöhnliche Hommage an den großen Detektiv. Besonders für Einsteiger in die Holmes-Welt gut geeignet, bietet aber auch bewanderten Sherlockianern sicherlich viel Neues und Interessantes rund um die Entstehungsgeschichte der Bücher, ihre Vermarktung, immer wieder aufkommende Wellen der Holmes-Begeisterung und die heutige Organisation von über den ganzen Planet verteilten Enthusiasten. An Boströms Schreibstil merkt man seine Begeisterung und  das Wissen, das er über den Detektiv hat.

Insgesamt ein sehr gelungenes Werk, das ich jedem, der den großen Meisterdetektiv näher kennenlernen möchte, sehr empfehlen und ans Herz legen kann.

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