Die Ungehörigkeit des Glücks – Jenny Downham

Die Ungehörigkeit des Glücks – Jenny Downham

Für alle, die es noch nicht mitbekommen haben: Heute ist WELTTAG des BUCHES! Und da ich an keiner Aktion teilnehme und heute außer Lesen auch nicht viel geplant habe, gibt es hier eine Rezension zu Jenny Downhams aktuellem Roman „Die Ungehörigkeit des Glücks“.

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Die Autorin Jenny Downham wurde 1964 in London geboren. Sie arbeitete als Schauspielerin bevor sie mit dem Schreiben begann. Mit ihrer Theatergruppe spielte sie unter anderem in Gefängnissen und Kliniken.

Ein großes Dankeschön an den Bertelsmann-Verlag für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplares.

So, ich muss gleich mal sagen, dass ich mir nicht so genau bewusst war, was das Thema dieses Buchs ist. Also hatte ich etwas anderes erwartet. Aber Erwartungen müssen ja nicht immer erfüllt werden um sie zu übertreffen.

Hier was zum Inhalt:

Das Leben der 17-jährigen Katie nimmt eine dramatische Wendung, als ein Anruf ankündigt, dass ihre Großmutter Mary bei ihr zu Hause einziehen wird. Ihre Mutter Caroline hat dem widerwillig zugestimmt, denn sie hatte seit vielen Jahren keinen Kontakt zu Mary und ist nicht gut auf sie zu sprechen. Katie muss mit der ihr fremden Großmutter das Zimmer teilen. Und sie fängt an, sich für Marys Geschichte zu interessieren. Katie will dem Familiengeheimnis auf die Spur kommen. Das ist nicht einfach, weil Mary an Alzheimer leidet. Doch Katie erkennt verblüffende Ähnlichkeiten zwischen sich und Mary: beide haben eine ungehörige Vorstellung vom Glück … (Quelle: amazon.de)

Eigentlich sind Lebens- und Erfahrungsgeschichten gar nicht mein Genre. Und eigentlich ist das Buch ein typisches Mädchen- und Frauenbuch. Doch trotzdem war ich regelrecht traurig als ich es dann fertiggelesen hatte.

Jenny Downham gelingt die Verflechtung der drei Lebensgeschichten wirklich sehr gut. Manchmal wird aus Sicht der jungen Katie erzählt, manchmal aus Sicht der jungen Mary, aber auch aus der der betagteren Mary. Man verliert nie den Überblick, kann sich sehr gut in die Figuren hineinversetzen und, was noch viel wichtiger ist, die Geschichte wirkt sehr real. Es ist fast so, als würde uns eine Freundin erzählen, was sie mit ihrer demenzkranken Oma in letzter Zeit erlebt hat. Das Buch ist wie ein Kaffeeklatsch, wie eine Umarmung.

Katies „Verwandlung“ ist sehr gut nachzuvollziehen und man hofft und bangt mit ihr, wünscht sich, dass sie aus sich rauskommt, glaubt an die Beziehung zu einem Jungen namens Jamie. Und ähnlich wie Mary in ihren jungen Jahren stellt Katie dann ihr ganzes Leben auf den Kopf. Und es macht einem als Leser Spaß.

Leider muss ich aus Erfahrung anmerken, dass es mit Alzheimer-Patienten dann doch nicht immer so leicht geht. Die Geschichte ist der beste, anzunehmende Fall. Mary ist weise, Katie kann zuhören und setzt sich für ihre verlorengeglaubte Oma ein. Wenn es doch nur immer so wäre!

Fazit:

Ein toller Roman, der einen über sein eigenes Leben und seine Familie nachdenken lässt. Jedoch ist er wohl eher etwas für Frauen und Mädchen, obwohl auch die Herren der Schöpfung Mary wohl gern in ihrer Jugendzeit gekannt haben möchten 😉

Über eine Erwähnung des Films „Blau ist eine warme Farbe“ musste ich ein bisschen schmunzeln, da wir den mal im französischen Original in der Schule geschaut haben.

Hier geht’s zu amazon.de

P.S.: Wieder 2€ für die Pringles-Dose!

 

 

 

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6 Gedanken zu „Die Ungehörigkeit des Glücks – Jenny Downham

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