Das Rosie-Projekt

Das Rosie-Projekt

Heute widme ich mich also mal dem „Rosie-Projekt“ von Greame Simsion. Und meine Schwester kriegt endlich ihr Buch zurück… Ich glaube, sie wusste gar nicht mehr, dass sie es mir ausgeliehen hatte. 🙂

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Zum Inhalt:

Don Tillmann will heiraten. Allerdings findet er menschliche Beziehungen oft höchst verwirrend und irrational. Was tun? Don entwickelt das Ehefrau-Projekt: Mit einem 16-seitigen Fragebogen will er auf wissenschaftlich exakte Weise die ideale Frau finden. Also keine, die raucht, trinkt, unpünktlich oder Veganerin ist.

Und dann kommt Rosie. Unpünktlich, Barkeeperin, Raucherin. Offensichtlich ungeeignet. Aber Rosie verfolgt ihr eigenes Projekt: Sie sucht ihren biologischen Vater. Dafür braucht die Dons Kenntnisse als Genetiker. Ohne recht zu verstehen, wie ihm geschieht, lernt Don staunend die Welt jenseits beweisbarer Fakten kennen und stellt fest: Gefühle haben ihre eigene Logik. 

Quelle: Klappentext

Das im Original 2013 veröffentlichte Buch des Australiers Graeme Simsion wurde im letzten Jahr als SPIEGEL-Bestseller angepriesen. Der Fischerverlag brachte das Buch dann 2015 auf den deutschen Markt. Es ist mit 352 Seiten mitteldick, liest sich aber schnell und gut.

Doch kommen wir zum Inhalt. Die erste Assoziation, die ich während des Lesens hatte, war die zu Sheldon Cooper aus der Serie „The Big Bang Theory“. Ebenso wie Sheldon ist auch Don etwas unbeholfen im Umgang mit anderen Menschen.

Ich fragte mich lange Zeit, wann denn diese Rosie aus dem Titel endlich auftaucht, denn das Buch beginnt mit anderen Frauen, den Kandidatinnen für das Ehefrau-Projekt. Als Rosie dann auftaucht, bleiben mir ihr Charakter und der von Don einfach zu flach. Man erfährt wenig über die Vorgeschichte der beiden. Es wird viel Wert auf die Dialoge und Gedanken Dons gelegt. Allerdings wird das Buch dadurch nicht sonderlich spannend. Das kommt auch daher, dass sich die Ereignisse über einen sehr langen Zeitraum erstrecken (an einer Stelle spricht Don von 99 Tagen), aber selten genau beschrieben werden. Es bleibt alles oberflächlich, die Gespräche sind auch nicht sonderlich tiefgründig. Für mich fehlt irgendwie der letzte Schliff. Allerdings muss man Simsion lassen, dass er es schafft, den Leser immer wieder durch unerwartete Wendungen zu überraschen. Für mich waren diese der Hauptgrund, „Das Rosie-Projekt“ überhaupt fertig zu lesen.

Insgesamt konnte mich Simsions „Rosie-Projekt“ nicht fesseln. Ich hatte immer den Eindruck, dass der Autor viele Ideen hatte, diese jedoch nur schlecht ausgebaut hat und das Buch damit irgendwie nichtssagend wurde. Auch widersprechen sich die Handlungsstränge manchmal oder die Figuren ändern plötzlich ihre Überzeugungen, damit es dann in den weiteren Verlauf der Geschichte passt. Mich hat es nicht überzeugt.

Aber hier findet ihr es, lest doch einfach mal rein, vielleicht ist es ja was für euch: amazon.de

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12 Gedanken zu „Das Rosie-Projekt

  1. Dieses Buch habe ich schon gefühlte 1000 mal auf den Internetseiten der Buchhändler und Buchcommunities gesehen aber noch nie näher angesehen.
    Ich finde deine Meinung gut nachvollziehbar. Eine interessante und aufschlussreiche Rezension.

    Ich würde mich sehr freuen, wenn du mich auf meinem Blog besuchen würdest.

    Liebe Grüße 🙂

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      1. Eigentlich waren es sogar 3 Bücher.. 1. Sag nie ihren Namen – James Dawson, 2. Das Gebot der Rache – John Niven und 3. Gottlos – Karin Slaughter… Die Geschichte von Bloody Mary.. Aber nicht schlecht.. Das zweite war deutlich besser: Endlich ein Buch, bei dem ich nicht schon nach Seite 15 wusste, wie es endet. Das dritte habe ich grad angefangen und muss gestehen: ich finde es etwas zäh.. Aber ich gebe nicht auf… 🙂

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