Der Dinge-Erklärer

Der Dinge-Erklärer

Ich hatte ja vor einiger Zeit in „Neuer Stoff #2“ angekündigt, dass ich „Der Dinge-Erklärer“ demnächst lesen werden. Hier nun die Rezension. Und ich kann nur sagen: Schuster bleib‘ bei deinen Leisten!

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Das ist also nun das Buch, was uns die Welt der Wissenschaft erklären soll. Naja, Herr Munroe, so ganz hat das aber nicht geklappt.

Erstmal zum Inhalt: 

Randall Munroe, 1984 geboren, ehemaliger Roboteringenieur bei der NASA, versucht in seinem Buch „Der Dinge-Erklärer“ Dinge zu erklären, was ja der Titel schon vermuten lässt. Dabei benutzt er nur die 1000 häufigsten Wörter unserer Sprache. 

Nachdem ich ja von seinem ersten Buch „What if?“ begeistert war, hat mich Munroe mit dem vorliegenden Exemplar nicht überzeugen können. Das Cover macht eigentlich Lust auf mehr, die Zeichnungen sind wunderschön anzusehen. Jedoch fällt gleich die unhandliche Größe des Buchs auf, es ist etwas höher und breiter als ein A4-Blatt.

Doch der Horror geht eigentlich erst beim Aufschlagen so richtig los. Das Buch hat ja sicherlich seine Komik, doch ich kann mir dieser Art von Humor und gleichzeitiger „Wissensvermittlung“ leider gar nichts anfangen. Ich fühle mich auf das Niveau der Grundschule herabgesetzt. Durch die bewusst einfache Wortwahl wird der Inhalt teilweise unverständlich und ironischerweise dann doch wieder kompliziert.

Beispielsweise umschreibt Munroe das Wort Zellen mit „sehr kleine Wasserbeutel, aus denen wir gemacht sind“. Die Erklärungen gehen eben ohne manche Worte nicht, man hat sich ja nicht umsonst Namen für alles ausgedacht. Außerdem wurde ich durch die Fülle an Informationen auf einer Seite richtig erschlagen.

Aber ich muss sagen, dass ich hohe Achtung vor den Zeichenkünsten Munroes habe, ich bekomme selbst kaum ein Strichmännchen hin. Und es hat bestimmt auch viel Arbeit gemacht, unsere doch etwas komplizierte Sprache in ganz einfachen Worten zu schreiben. Ich werde das Buch ins Regal stellen und bei Bedarf rausholen, zum Beispiel um einen Vortrag interessanter zu gestalten oder etwas nachzuschlagen. Dazu möchte ich nur noch sagen, dass ich nicht oft Bücher abbreche, dieses hier es aber absolut verdient hat. Neben der Qualität des Inhalts hatte ich auch ein Problem mit dem Preis. Original kostet es 24,99 €, das ist einfach zu viel. Zum Glück hatte ich es als Rezensionsexemplar, hätte ich auch noch relativ viel Geld ausgegeben, hätte ich mich noch mehr geärgert.

Wer sich trotzdem ein Bild machen möchte: Hier findet ihr das Buch auf amazon.de

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